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Fahrermangel: kein rein deutsches Problem

Der Großteil der Fahrer fühlen sich in ihrem Beruf sehr wohl, jedoch fehlt es an Nachwuchs.

Der gesamte europäische Straßenverkehrssektor sucht Fahrer. Das geht aus einem im Frühjahr 2019 veröffentlichten Bericht der International Road Union (IRU) hervor und trifft sowohl für LKW- als auch für Busfahrer zu.

Rund ein Fünftel der Stellen für Fahrer sind in beiden Bereichen in Europa unbesetzt. Die IRU befürchtet, dass sich dieser Mangel in Kürze verdoppeln, also auf jeweils 40 Prozent ansteigen könnte. Die drei Hauptgründe:

  • Es fehlt an Nachwuchs.
  • Das Durchschnittsalter der Fahrer im Güterverkehr liegt in Europa bei 44 Jahren (Deutschland: 47 Jahre), in der Personenbeförderung sogar bei 52 Jahren. Rund 40 Prozent der LKW- und 55 Prozent der Busfahrer werden nach Angaben der IRU bis zum Jahr 2027 in den Ruhestand gehen. Dies werde allein in Deutschland in den kommenden Jahren einen Bedarf von rund 185.000 Fahrern schaffen.
  • Die Möglichkeiten für Fahrer, auch in anderen Berufen Fuß zu fassen, sind aufgrund des Fachkräftemangels gut. Entsprechend scheiden Fahrer nicht erst mit der Rente, sondern oft schon vorher aus dem Beruf aus.

Nachwuchsmangel und Berufswechsel wiederum haben ihre Ursachen in dem schon oft erwähnten schlechten Image des Berufszweiges, etwa aufgrund schlechter Arbeitsbedingungen – sei es an den Rampen, auf den Rastplätzen, pöbelnde Fahrgäste oder der Zeitdruck. Die IRU-Umfrage hat ergeben, dass 57 Prozent der männlichen und 63 Prozent der weiblichen Fahrer einen Grund für die Probleme beim Gewinnen neuer Fahrer im schlechten Image des Berufs sehen, 76 Prozent aller Befragten in den Arbeitsbedingungen generell. Ähnlich viele (77 Prozent) verweisen auf die häufig lange Abwesenheit von zuhause.

79 Prozent der Fahrer erklärten allerdings auch, dass die Schwierigkeit, Frauen für den Beruf zu gewinnen, ein wesentlicher Grund für den Personalmangel sei. In Europa sind nur zwei Prozent des Fahrpersonals weiblich, so der IRU-Bericht.

80 Prozent der Fahrer sind zufrieden

Die Fahrer selbst sind mit Ihrem Job durchweg zufrieden. Nur 20 Prozent der befragten Berufskraftfahrer haben sich laut IRU unzufrieden über ihre Arbeit geäußert. Entsprechend fordert IRU-Geschäftsführer Boris Blanche globale Anstrengungen, um das falsche Bild des Berufs zu korrigieren und das Image zu verbessern. Gleichzeitig müssten alle Interessenvertreter der Branche tätig werden, um die Arbeitsbedingungen in der Branche und die Behandlung der Fahrer zu verbessern. Die IRU arbeitet bereits zusammen mit dem europäischen Verladerverband European Shippers Council (ESC) an gemeinsamen Grundsätzen zur Verbesserung der Behandlung von Fahrern an der Rampe.

Die IRU will zudem ein Netzwerk für Frauen im Transportbereich aufbauen mit dem Ziel, die Anzahl der Frauen im Transportsektor und ihre Vertretung auf allen Arbeitsebenen zu erhöhen sowie den Transport als attraktiven Bereich für Frauen zu fördern. Der Bundesverband Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung (BGL) hat damit bereits angefangen und eine Botschafterin für Truckerinnen gekürt.

Der Bericht beruht auf Daten aus zwei Umfragen der IRU unter ihren Mitgliedern sowie Angaben weiterer Interessengruppen aus der europäischen Transportbranche. Den Report gibt es natürlich auch vollständig zum Herunterladen.

Für Fahrer und Fahrerinnen, die mit Ihrem Beruf an sich zufrieden sind, gern aber eine neue Herausforderung annehmen möchten, bietet BirdieMatch, das Job-Matching-Portal für die Logistikindustrie, gute Möglichkeiten: passgenaue Fahrer-Jobs.

Kommentare

Jörg Kibbat 3 Monate her

Schade nur das nur Image-Kampagnen mit ausschließlich Vitamin B Beachtung finden und nicht Vereinigungen mit fast 50.000 Mitgliedern (Berufskraftfahrer/innen) und über 11 Jahren Arbeit.

http://www.FahrGut.org

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BirdieMatch 3 Monate her

Klasse, was Sie da auf die Beine gestellt haben! Bislang war uns dies nicht bekannt, aber jedem, der sich in diese Richtung aktiv einbringt, sollte Aufmerksamkeit geschenkt werden. Großes Lob von uns & liebsten Gruß, Ihr BirdieMatch-Team

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SF 2 Monate, 3 Wochen her

Fahre seit 22 Jahren unfallfrei ( privat) und bin im Besitz eines Führerscheins (B), Suche seit 4 Monaten einen Job als Fahrerin. Egal, ob Automatenbefüller, Kurier, Chauffeur,etc. Und jetzt rate Mal. Finde nix ( - :
Bin gelernte Einzelhandelskauffrau mit Schwerpunkt Mode. Traut man mir das nicht zu? Dann lass die Branche Mal weiter suchen... (-:

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BirdieMatch 2 Monate, 1 Woche her

Das klingt nach guten Voraussetzungen für einen Logistik-Job. Tatsächlich sind Berufserfahrungen in diesem Bereich oft eine nötige Anforderung, allerdings gibt es immer Unternehmen, die nach Neulingen und Quereinsteigern suchen. Bleib mit BirdieMatch am Ball, denn unsere Stellenangebote wechseln stetig und so steigerst du die Möglichkeit deinen Traumjob zu finden. Das Beste daran: Es bleibt für dich kostenlos! Wir wünschen dir ganz viel Erfolg und hoffen sehr, dass du bald etwas Passendes findest!
Beste Grüße,
dein BirdieMatch-Team

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