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Matching – Was ist das und wozu ist das gut?


matching
Wenn zwei Teile perfekt ineinander passen, dann entsteht ein Match. (Foto-Quelle: Fotolia)

„Das matcht!“ ist fast schon ein gängiger Ausspruch. Oder: „Wir matchen gut miteinander!“ Aber was steckt dahinter? Etwas passt. Der Vorgang des Passend-Findens wird in diesem Beitrag ausführlich erklärt.

Matching wird in vielen sachlichen Zusammenhängen genutzt. Je nach Blickwinkel und Industrie bedeutet Matching etwas anderes. Und es spielt eine große Rolle im modernen Job-Recruiting.

1. Was ist Matching?

Die Idee des Matchings wurde von dem Sozialreformer Frank Parsons (*1854) entwickelt. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts stellte er in Boston mit seinem Trait & Factor-Konzept bereits den Abgleich von Eigenschaften und Fähigkeiten (Traits) mit den betrieblichen Anforderungen (Factors) ins Zentrum der Arbeitsvermittlung. Auch körperliche Merkmale, Problemlösungs- und Lernstile sowie die präferierte Arbeitsumgebung spielten eine Rolle.

Der Kerngedanke ist heute der Gleiche. Entscheidendes neues Element im Job-Matching ist die algorithmische Zielführung. Mit Hilfe von Algorithmen lassen sich Kandidaten anhand von vordefinierten Auswahlkriterien und statistischen Auswertungen identifizieren. Diese Algorithmen unterstützen einen Großteil der gegenseitigen Suche.

2. Bedeutung für die Job- und Partnersuche

Bei der Partnervermittlung Parship begann die Matching-Geschichte vor mehr als 40 Jahren: Prof. Hugo Schmale und sein Team begannen, zu erforschen, was eine erfolgreiche Partnerschaft ausmacht, und diese Kriterien in ein wissenschaftliches Testverfahren zu überführen. Prof. Schmale entwickelte schon 1970 an der psychologischen Fakultät der Universität Hamburg als einer der ersten Wissenschaftler moderne Testverfahren für die Partnersuche. Es wurden psychologische und soziologische Modelle benutzt, um völlig neuartige Fragen zu entwerfen, die dabei helfen, genau die Personen zusammenzuführen, bei denen die Aussicht auf eine langfristige und glückliche Beziehung gegeben ist. Wichtig bei der Entwicklung des Fragebogens und der Überprüfung seiner Messgenauigkeit war vor allem die Konzentration auf Merkmale, die gerade in Partnerschaften besonders wichtig sind. https://www.parship.de/ratgeber/tipps/neu-bei-parship/

Eine wissenschaftliche Betrachtung von Matching für eine Online-Partnervermittlung bietet der Sozialpsychologe Prof. Manfred Hassebrauck hier: https://www.lovescout24.de/magazin/was-ist-matching/

Unter Matching versteht man auf dem Arbeitsmarkt den Abgleich von Arbeitsplatzanforderungen einerseits mit persönlichen Eigenschaften und Kompetenzen von Bewerbern um diesen Arbeitsplatz andererseits. Dieser Abgleich wird häufig mit Profiling-Werkzeugen wie etwa Fragebogen oder Tests vorgenommen, die zum Teil softwarebasiert sind. Auf Basis dieser Ergebnisse können dann automatisierte Suchläufe und Zuordnungen durchgeführt werden. https://de.wikipedia.org/wiki/Matching_(Arbeitsvermittlung)

Im Zusammenhang mit Matching wurde 2010 auch der Wirtschafts-Nobelpreis vergeben. Es ging unter anderem um Such- und Informationskosten auf dem Arbeitsmarkt: https://archiv.wirtschaftsdienst.eu/jahr/2010/11/zum-wirtschaftsnobelpreis-2010/

3. Matching außerhalb von Job- und Partnersuche

In der Statistik etwa im Rahmen von Marktforschungen bezeichnet Matching Methoden, mit denen ähnliche Beobachtungen in zwei oder mehr Datensätzen verbunden werden. Mit Matching-Methoden werden anhand gemeinsamer Merkmale den Beobachtungen aus einem Datensatz eine oder mehrere ähnliche Beobachtungen aus anderen Datensätzen zugeordnet. Damit wird eine gemeinsame Analyse der Daten möglich. In der Medizinstatistik wird Matching beim Design von Beobachtungsstudien angewandt. https://de.wikipedia.org/wiki/Matching_(Statistik)

Im Marketing ist etwa Cookie-Matching ein Begriff. Dabei werden nach den von Nutzern auf Internetseiten gesammelten Cookies Persönlichkeits- und Bedürfnisprofile erstellt und mit Produktangeboten gematcht. Mehr: https://www.computerwoche.de/a/was-ist-cookie-matching,3329309  

Matching spielt auch im Außenhandel eine Rolle. Hier wird es auch „Covering“ oder „Netting“ genannt und genutzt, um das Risiko von Transaktionen zu senken. https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/matching-41320 .  An der Börse wird das Abgleichen von Transaktionen zwischen direkten Marktteilnehmern als Matching bezeichnet. https://www.boersennews.de/lexikon/begriff/matching/1803

4. Was ist Matching nicht?

Kein Matching ist das, was die Dating-App Tinder bietet – auch wenn erscheint „It´s a match!“, wenn zwei Leute sich gegenseitig geliked haben. Die Infos, die dahin führen, sind Bilder, eine Suche nach Ort, Geschlecht, Alter und Vorname. Im zweiten Schritt gibt es zusätzliche Infos – aber nichts, was einem Matching á la Parship nahe kommt. Optische Auswahl des nächsten One-Night-Stands in der Nähe ist sicher eine abwertende Beurteilung. Schließlich kann sich aus dem auf zwei Likes folgenden Chat eine Echt-Begegnung entwickeln, bei der es tatsächlich funkt. Aber das hat mit einem Matching-Algorithmus nichts zu tun.

Und das ist der Kern: Zu einem Matching in der Paar- oder Arbeitswelt gehört ein Algorithmus, der darauf angelegt ist, die Passgenauigkeit von zwei Menschen oder einem Menschen und einem Job plus Unternehmen zu prüfen. Und dies in einer Tiefe, die weit über Äußerlichkeiten wie Ort und Alter beziehungsweise Berufserfahrung hinausgeht.

Matching in der Paar- oder Arbeitswelt ersetzt allerdings nicht das persönliche Gespräch. Es erleichtert nur eine objektive Vorauswahl und spart dadurch Zeit und damit Geld.

Und übrigens: E-Recruiting hat nichts mit Job-Matching zu tun! E-Recruiting ist allein die Veröffentlichung von Stellenanzeigen und -gesuchen im Internet. Die Suche erfolgt nach Orten und/oder Stellenbezeichnungen, nicht aber nach Details der Ausschreibung und ihrem Vergleich mit Erfahrungen, Anforderungen und Wünschen von Bewerbern.

5. Warum Matching?

Matching macht Vergleiche da möglich, wo keine wirklich gleichen Angaben existieren, sondern nur ähnliche. Matching-Techniken sollen für eine höchstmögliche Kongruenz und Passgenauigkeit zwischen Anforderungen des Arbeitgebers und Kompetenzen des Bewerbers sorgen und Fehlbesetzungen bzw. Einarbeitungsrisiken minimieren. Sie sollen Fluktuation minimieren und die Verweildauer im Job erhöhen. Voraussetzungen sind eine präzise Kommunikation von Arbeitgeberanforderungen ebenso wie das Bewusstsein der zu Vermittelnden über ihre eigenen Fähigkeiten und Stärken. Dieses kann oft nur in aufwändiger Kommunikation, nicht aber durch automatisierten Fragebogenabgleich erreicht werden. https://de.wikipedia.org/wiki/Matching_(Arbeitsvermittlung)

6. Matching-Points

Gemessen wird ein Vergleich von Merkmalen und deren Passgenauigkeit in Punkten. Dabei gibt es nicht für jeden Treffer einen Punkt, sondern zuvor als besonders wichtig herausgefilterte Merkmale werden bei Passgenauigkeit vom Matching-Algorithmus mit einen höheren Punktzahl bewertet als andere. Ab welcher Punktzahl ein potenzieller Partner oder ein potenzieller neuer Job beziehungsweise Kandidat vorgeschlagen wird, hängt von den Einstellungen im System ab. In der Regel wird die Punktzahl mit angegeben, um dem Suchenden oder Gefundenen eine erste Einschätzung der Passgenauigkeit zu ermöglichen.

7. Ein Haupteinsatzgebiet: Job-Matching

Job-Matching heißt das Zauberwort des modernen Personal Recruitings. Denn es wird immer schwieriger, geeignete Kandidaten zu finden: Die Strategieberatung McKinsey prognostiziert für das Jahr 2020 einen Fachkräftemangel von zwei Millionen Personen. Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit rechnet bis 2025 mit einem Rückgang des Erwerbspersonenpotenzials (EPP) um 6,5 Millionen Personen. Davon sind voraussichtlich 5,4 Millionen Fachkräfte. Das bedeutet, dass das EPP von zurzeit 44,6 Millionen auf nur noch 38 Millionen Personen sinkt. Daraus folgt, dass es Unternehmen im War for Talents in Zukunft immer schwerer haben werden, hochqualifiziertes Personal zu rekrutieren.

Wie kann Job-Matching helfen?

  1. Was ist Job-Matching?
  2. Was ist dran am Vergleich mit Partnerbörsen?
  3. Wie funktioniert Job-Matching technisch?
  4. Welche Vorteile ergeben sich für Unternehmen und Bewerber?
  5. Vorteile für Arbeitgeber
  6. Vorteile für Arbeitnehmer
  7. Sind branchenspezifische Job-Matching-Plattformen die bessere Lösung?
  8. Grenzen
  9. Fallbeispiele
  10. Jobalarm

https://www.birdiematch.de/logistik-news/job-matching/

Wie einfach es ist, beispielsweise über die Job-Matching-Plattform BirdieMatch den ersten Kontakt zu Ihrem potenziellen neuen Arbeitgeber in der Logistik aufzunehmen, erläutert Ihnen das BirdieMatch-Team hier: https://www.birdiematch.de/logistik-news/erstkontakt-birdiematch