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Berufs-Check: Der Supply Chain Manager


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Dirigenten der Wertschöpfung tragen hohe Verantwortung (Foto-Quelle: Fotolia)

Wenn am Montag die Butter im Supermarkt-Regal fehlt, muss sich der Supply Chain Manager an die eigene Nase fassen. Er ist es, der für einen reibungslosen Ablauf in der Wertschöpfungskette verantwortlich ist. Was macht ein Supply Chain Manager den ganzen Tag und welche Fähigkeiten und Kompetenzen sind notwendig, um erfolgreich zu sein? Welche Ausbildung braucht man, und wie sieht es aktuell mit Chancen auf dem Arbeitsmarkt aus? Die Fach- und Führungskräfte, die Warenströme steuern, tragen auf jeden Fall eine enorme Verantwortung und können mit entsprechenden Gehältern rechnen. Wir haben den Beruf einmal für Sie gedreht, gewendet und geknetet. Wir erklären, was das Supply Chain Management ist, und warum es für Unternehmen so eine große Rolle spielt.

1. Supply Chain Management – Definition

Der Begriff kommt aus dem Englischen und bedeutet auf Deutsch so viel wie „Wertschöpfungsketten-Verwaltung“ oder, etwas eingängiger, „Management der Lieferkette“. Es umfasst sämtliche Logistikeinheiten: Von Produktion über Distribution und Entsorgung bis hin zu Transport und Lagerung. Dabei kann es sich um Waren- oder Informationsflüsse handeln, von der Rohstoffgewinnung und Erzeugung über die Veredelung bis hin zum Verkauf an den Endverbraucher. Die Wertschöpfungskette bezieht sich nicht nur auf interne Angelegenheiten, sondern auch auf die Koordination und Zusammenarbeit zwischen mehreren Unternehmen, die gemeinsam eine Supply Chain bilden.

Supply Chain Management (SCM) und Logistik werden gelegentlich synonym verwendet. SCM geht jedoch über die Zusammenhänge der reinen Logistik hinaus. Es beinhaltet alle betriebswirtschaftlichen Felder, wie zum Beispiel Marketing, Produktion, Unternehmensführung und Controlling.

Entscheidender Erfolgsfaktor ist die Betrachtung der Supply Chain aus unterschiedlichen Perspektiven. Zum einen ist es wichtig, wie ein Produkt vom eigenen Lieferanten über die Produktion und den Vertrieb bis in die Regale der Geschäfte oder direkt zum Kunden gelangt. Zum anderen sollte das SCM die gewonnenen Daten aus den jeweiligen Stationen analysieren, um die Prozesse nachhaltig zu verbessern.

2. Was macht ein Supply Chain Manager?

Er ist verantwortlich für die gesamte Lieferkette. Die Koordination, Steuerung, Kontrolle und vor allem die Optimierung der Lieferprozesse sind seine Hauptaufgaben. Er arbeitet wie ein interner interdisziplinärer Berater. Sein Handlungsbogen spannt sich über die gesamte Lieferkette, beginnend mit den Produktionsprozessen des Unternehmens über die Zusammenarbeit mit externen Zulieferern bis hin zur Betreuung der Endkunden. Während er die gesamte Wertschöpfung im Blick hat, ist er Ansprechpartner für aufkommende Fragen aller Beteiligten. Er plant die Warenströme, hält die Transportkosten möglichst gering und optimiert die Lagerbestände.

Die Frage nach der richtigen Technologie hat sich schon längst zum Wettbewerbsfaktor Nr. 1 entwickelt. Supply Chain Manager fungieren als Schnittstelle zwischen Logistik und IT und müssen geeignete Softwarelösungen für die individuelle Supply Chain und die Optimierung der Organisationsstruktur der internen Unternehmensabläufe finden, Beschaffungs-, Produktions- und Vertriebslogistik eingeschlossen. Die Technologien sind heute unverzichtbar, wenn es darum geht, die einzelnen Akteure der Supply Chain miteinander zu verbinden. Für den Manager ist die Qualitätssicherung der digitalisierten Prozesse eine seiner größten Herausforderungen.

Er übernimmt im Unternehmen also eine übergeordnete Rolle, betrachtet alle Informations- und Warenflüsse im Kontext und versucht den Gesamtablauf zu optimieren. Seine wesentlichen Ziele sind dabei, Kosten zu senken, Lieferungsprozesse zu beschleunigen, Flexibilität zu gewährleisten, den Informationsfluss zu optimieren und die Beziehungen zu Lieferanten und Kunden zu verbessern.

3. Welche Ausbildung braucht man, um Supply Chain Manager zu werden?

Der Weg kann über unterschiedliche Instanzen erfolgen. Im besten Fall bringt man einen fachspezifischen Studienabschluss mit. Aber auch mit einer geeigneten Aus- und Weiterbildung ist der Zugang möglich.

3.1 Studium

Hochschulen und Universitäten bieten sowohl grundständige (Bachelor) wie auch weiterführende (Master) Studiengänge mit dem Titel Supply Chain Management an Hochschulen und Universitäten an. Oft wird auch SCM im Rahmen eines Logistik-Studiums angeboten. Beide Varianten bereiten spezifisch auf die Aufgaben eines Supply Chain Managers vor und vermitteln zusätzlich wissenschaftliches Basiswissen in Betriebswirtschaftslehre, Rechnungswesen und Volkswirtschaftslehre. Allerdings findet man an den Universitäten selten spezielle SCM Studiengänge. Meist muss man etwas tiefer in die Tasche greifen, weil in Deutschland vorwiegend nur private Fachhochschulen oder Business Schools dieses Studium anbieten. Wer nicht SCM als Hauptfach studieren möchte, ist gut beraten, sich Wirtschaftswissenschaften, Wirtschaftsingenieurwesen oder technischen Studiengängen zu widmen. Sie bieten in Kombination mit einem anschließenden Logistik-Master eine gute Grundlage für eine Karriere im SCM.

Logistik bzw. Supply-Chain-Management kann man auch im Rahmen von Fernstudiengängen sowie dualen Systemen studieren. Ein berufsbegleitendes Studium gibt es in verschiedenen Formen. Zur Auswahl stehen sowohl Bachelor- und Master-Studiengänge als auch ein Zertifikatsstudium. Im Bachelorstudium ist Supply Chain Management oft in Verbindung mit BWL, Logistik oder Wirtschaftsingenieurwesen zu finden und wird in dieser Kombination gern als Schwerpunkt gelehrt.

Das berufsbegleitende Masterstudium Supply Chain Management hingegen bietet die Möglichkeit, das bisher erlangte Wissen aus theoretischer Vorbildung durch Praxiserfahrung zu erweitern. Es gibt einige Anbieter, die ein Studium als berufsbegleitendes Angebot, z.B. als Abendstudium oder Fernstudium im Programm haben.

Hier eine Auswahl an Hochschulen, die ein Fernstudium anbieten:

Anbieter im Bereich Abendstudium sind beispielsweise:

3.2 Kaufmännische Ausbildung

Eine kaufmännische Lehre mit entsprechender Weiterbildung ermöglicht ebenfalls den Zugang zur Tätigkeit als Supply Chain Manager. Empfohlen wird die Ausbildung zum Kaufmann für Spedition und Logistikdienstleistung bei einem logistischen Dienstleister. Aber auch andere kaufmännische Abschlüsse sind in Kombination mit einer spezifischen Weiterbildung eine gute Voraussetzung.

Nach abgeschlossener Ausbildung kann man zum Beispiel eine Weiterbildung zur Technischen Betriebswirtin oder zur Fachkraft für Logistik/Materialwirtschaft machen und so den Einstieg in den Bereich SCM finden. Berufe, die den Zugang ermöglichen, sind beispielsweise:

  •       Betriebswirt
  •       Betriebswirt für Logistik
  •       Geprüfter Fachkaufmann für Einkauf und Logistik
  •       Geprüfter Industriefachwirt
  •       Technischer Fachwirt.

Interessenten können die Aus- und Weiterbildungen zum Beispiel an den Industrie- und Handelskammern, an Fachschulen oder zunächst als „klassische“ Ausbildung mit anschließender Weiterbildung absolvieren.

4. Welche Fähigkeiten muss man mitbringen?

Disruptive digitale Technologien werden in Zukunft wesentlich zur Weiterentwicklung des SCMs beitragen. Viele Unternehmen stehen noch ganz am Anfang und müssen überhaupt erst verstehen, was für sie in Zukunft wirklich wichtig sein wird. Besonders herausfordernd ist auch die Abstimmung mit Mitarbeitern aus anderen Bereichen, wie z.B. Ingenieuren in der Produktion oder Data Scientists in der Business Intelligence. Erst durch die funktionsübergreifende Zusammenarbeit können Unternehmen die Auswirkungen der neuen Technologien auf die Supply Chain verstehen.

Technikaffinität und Interdisziplinarität sind also zwei herausragende Kompetenzen, die ein Supply Chain Manager braucht. Es gibt aber noch eine Menge anderer Skills, die notwendig sind, um den komplexen Aufgaben gerecht zu werden, wie zum Beispiel:

  •       Technik-Affinität
  •       Interdisziplinarität
  •       Organisationstalent
  •       Erfahrung Personalführung
  •       Analytisches Denken
  •       Verständnis für globale Zusammenhänge
  •       Strategische Stärken
  •       Zahlenverständnis
  •       Wirtschaftliches Know-how
  •       Verhandlungsgeschick

5. Potenzielle Branchen und Arbeitgeber

Ob Fahrzeugindustrie, Sondermaschinenbau, Pharmazie oder Lebensmittelhandel – die Einsatzorte sind unbegrenzt. Arbeitsmöglichkeiten im Bereich SCM ergeben sich überall dort, wo komplexe Lieferketten zu beherrschen sind. Verschiedenste Branchen, große oder kleine Unternehmen, unterschiedlichste Standorte. Bei der Vielfalt an Möglichkeiten gibt es dennoch einen gemeinsamen Nenner: Alle suchen händeringend nach fachkompetentem Personal! Die Branche ist ganz besonders von der Talentkrise gebeutelt. Nach Schätzung des U.S. Bureau of Labor Statistics wird sich die Zahl der Arbeitsplätze in der Logistikindustrie von 2010 bis 2020 um 26 Prozent erhöhen. Dabei übersteigt die Nachfrage nach Supply-Chain-Fachkräften das Angebot um das Sechsfache, wie eine weltweite Untersuchung festgestellt hat. Einige Prognosen gehen von einer Ausweitung dieser Angebotslücke auf ein Verhältnis von 9:1 aus. Nach IT-Fachleuten (21,5 Prozent) sind Betriebswirte und Ingenieure die Experten, die am meisten gesucht werden (jeweils 17,5 Prozent).

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6. Berufliche Perspektiven

SCM gehört neben der strategischen Planung zu den meistgenannten Managementmethoden, die als besonders erfolgsrelevant für Unternehmen eingeschätzt werden. Der moderne Wettbewerb der globalisierten Welt findet heutzutage weniger zwischen Unternehmen, sondern vermehrt zwischen Supply Chains statt. Heute teilen sich weltweite Organisationen die verschiedenen Aufgaben. Auch wenn Teilprodukte gigantische Strecken zurücklegen, arbeiten Firmen im Verbund schneller und billiger als eine Firma, die auf sich allein gestellt ist. Durch integrierte Planung lassen sich neue Märkte erschießen. Der Supply Chain Manager übernimmt hier einen sehr verantwortungsvollen Part, Tendenz steigend. Sie stehen nicht nur vor der spannenden Herausforderung, Potenziale einer Wertschöpfungskette zu identifizieren, sondern müssen diese, bei sich immer weiter wandelnden technologischen Bedingungen, modellieren und realisieren. Durch die zunehmende Globalisierung hat man als Supply Chain Manager nicht nur viel Verantwortung, viele Gestaltungsmöglichkeiten und gute Aufstiegschancen, sondern vor allem auch sehr gute berufliche Perspektiven.

7. Kleiner Gehaltsreport

Beim Berufseinstieg verdienen Hochschulabsolventen in Materialwirtschaft-Jobs, zum Beispiel als Supply Chain Trainee, im Schnitt ca. 36.000 Euro im Jahr. Das entspricht einem Bruttomonatsgehalt von 3.000 Euro. Hierbei spielt auch der Abschluss eine Rolle. Master-Absolventen verdienen mehr als Bachelor-Absolventen. Hierbei gilt aber zu berücksichtigen, dass diese schon ein bis zwei Jahre eher in den Beruf einsteigen, und somit früher Geld verdienen.

Das Gehalt von Supply Chain Managern mit Berufserfahrung liegt schon deutlich höher, nämlich im Schnitt laut dem BirdieMatch Gehaltsreport bei knapp 73.000 Euro. Ein Top-Manager im Bereich Materialwirtschaft bzw. Supply Chain Management kann bei Unternehmen mit über 1.000 Mitarbeitern ein Gehalt von ca. 80.000 Euro erhalten. Bei mittelständischen Unternehmen in der gleichen Position sind es etwa 65.000 Euro und bei kleineren Firmen mit maximal 500 Beschäftigten sind es durchschnittlich etwa 58.000 Euro pro Jahr. Der individuelle Verdienst kann hiervon natürlich zum Teil stark abweichen. Die wichtigsten Faktoren sind die Berufserfahrung, die Unternehmensgröße, die Region und natürlich das individuelle Verhandlungsgeschick.

Laut einer Mitgliederbefragung der BVL zeichnet sich eine positive Lohnentwicklung ab: In 82 Prozent der Betriebe sind die Gehälter in den letzten fünf Jahren gestiegen, und auch für das kommende Jahr rechnet die Mehrheit mit einer Steigerung von mehr als drei Prozent.

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8. Zukünftige Herausforderungen im SCM

Die Internationalisierung der Beschaffungs- und Absatzmärkte führt zu einer Globalisierung der Versorgungssysteme. Globale Marken mit dem ausgewogenen Mix aus zentraler Planung und dezentraler Entscheidungsfindung, weltweit gemeinsamen Prozessen und durchgängigen Informationstechnologien existieren jedoch bisher nur vereinzelt. Durch kontinuierliche Senkung der Fertigungstiefe wächst der Koordinationsbedarf mit Lieferanten bzw. externen Dienstleistern. Steigende Anforderungen der Kunden an den Lieferservice fordern schnelle und hoch flexible Systeme, sowie passgenaue Technologien. Die immer größeren Produkt-Sortimente verschärfen zusätzlich die Situation und treiben die Komplexität an.

Während sich das Geschäftsumfeld für Unternehmen im Engineering- und Manufacturing-Sektor wandelt, werden die Produktlebenszyklen immer kürzer. Des Weiteren wächst die Nachfrage in neuen Märkten, und Kunden fragen verstärkt nach individuellen Lösungen. Lieferketten müssen noch widerstandsfähiger werden und strikt die von Land zu Land unterschiedlichen gesetzlichen Regularien und Vorgaben erfüllen. Das ist ohne ein intelligentes und vorausschauendes Risikomanagement im Rahmen des SCM nicht zu bewältigen.

Last but not least: Bei all den unternehmerisch geprägten Maßnahmen darf das Thema Nachhaltigkeit nicht zu kurz kommen. Jedes SCM muss Verantwortung im ökologischen und sozialen Kontext zeigen. Der Umsetzungsprozess für eine nachhaltige Ausrichtung der Supply Chain ist jedoch anspruchsvoll und setzt die Einbeziehung adäquater Ressourcen voraus.

9. E-Recruiting hilft bei der Suche nach Supply Chain Managern

Das Recruiting muss im SCM besondere Hürden nehmen. Die Messlatte einer jeden zu besetzenden Stelle hängt höher denn je. In Anbetracht der Herausforderungen steigen die Anforderungen an Supply Chain Manager weiter. Lieferketten sind im besonderen Maße unternehmensspezifisch und wollen mit genau der Expertise bearbeitet werden. Gibt es etwas, was Unternehmen generell erwarten? Ja, das Management von zunehmend internationaleren Wertschöpfungsnetzwerken fordert exzellente Kenntnisse und ein Generalistenverständnis für die Zusammenhänge auf Führungsebene. Was heute in den Unternehmen oft fehlt, sind Führungskräfte mit dem nötigen Überblick über Zusammenhänge und Potenziale, die das SCM bietet.

9.1 Der Komplexität des SCM-Jobprofils gerecht werden

Reine Generalisten sind aber nur die halbe Miete. Wichtig sind auch Branchen- bzw. Fachspezifizierung und Expertise bezüglich besonderer Themen. Herkömmliche Recruiting-Methoden können diesen Bedürfnissen der Unternehmen nur schwerlich nachkommen. Allein schon die Erstellung des Suchprofils ist in seiner Kleinteiligkeit ein enormer Aufwand. BirdieMatch bietet mit seinem Online Job-Matching eine branchenspezifische Plattform, die schnell und effizient Profile erarbeitet. Durch die langjährige Logistik-Expertise sind Fragenkataloge entstanden, die zielgerichtet den Wunschkandidaten bzw. den Traumjob skizzieren. Die wichtigsten Parameter werden dezidiert abgebildet, vor allem bei vielschichtigen Berufsbildern wie bei Supply Chain Managern ein hilfreicher Schritt.

9.2 Supply Chain Manager übernimmt eine der wichtigsten Rollen in der Logistik

Das Geheimnis des Job Matchings steckt im Algorithmus, der in Bruchteilen von Sekunden Stellen- und Bewerberprofile abgleicht und passgenaue Matches herausfiltert. Durch die vielen Job-Besonderheiten, gerade im SCM wird es immer schwieriger, vakante Jobs zu besetzen. Kompromisse wollen und sollten Unternehmen nicht machen, da der Supply Chain Manager heute eine der wichtigsten Rollen in der Logistik übernimmt. Am Ende muss es matchen – fachlich, menschlich, perspektivisch. Um das zu erreichen, rutscht die Methode des Recruitings in den Fokus. Bei den komplexen Anforderungen im SCM gleichen herkömmliche Personalbeschaffungs-Methoden einem Heuhaufen-Prinzip. Die elektronische datenbezogene Personalauswahl bei BirdieMatch beschleunigt den Prozess massiv und optimiert die Ergebnisse trotz höchster Komplexität der Jobprofile.

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