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Zwei Jobangebote: die Qual der Wahl

Zwischen zwei Jobangeboten entscheiden: wie stellt man sicher, die richtige Wahl zu treffen (Foto-Quelle: Fotolia)

Was macht ein Jobangebot zu einem guten Jobangebot und wie entscheidet man sich zwischen zwei Offerten?

Vielleicht ist es ein Luxusproblem: Stehen zwei Jobangebote zur Wahl, kann die Entscheidung zur Qual werden. Doch diese Situation gibt es gerade in Zeiten des Fachkräftemangels häufiger. Hier finden Sie Hilfen, die Ihnen die Wahl leichter machen können.

Angebote prüfen

Jedes Jobangebot ist zunächst zu prüfen. Sollte sich eine der beiden Offerten als Mogelpackung herausstellen, fällt die Entscheidung leicht.

Achten Sie bei beiden Angeboten darauf, dass

  • die Arbeitsplatz- und Tätigkeitbeschreibung dem entspricht, was Sie zuvor mit Ihrem potenziellen neuen Arbeitgeber vereinbart haben
  • das Gehalt dem entspricht, was Sie verhandelt haben
  • Zusatzleistungen wie etwa ein Firmenwagen genannt sind
  • eine eventuelle Probezeit genau definiert ist
  • die Arbeitszeiten festgehalten sind
  • eine Überstundenregelung definiert ist, inklusive der Art und Weise, wie Mehrarbeit vergütet und/oder ausgeglichen wird
  • der Arbeitsort stimmt
  • die Zahl der Urlaubstage pro Jahr genannt wird
  • eventuelle bereits getroffene Vereinbarungen für eine Gehaltserhöhung nach einer bestimmten Zeit oder einem bestimmten Erfolg aufgelistet sind.

Auch, wenn Sie dringend einen neuen Job brauchen: Handeln Sie nicht vorschnell. Wenn Sie wissen, dass Sie bereits in der Probezeit bei einem der Angebote wieder gehen werden, fangen Sie gar nicht erst an. Erst recht nicht, wenn das Gehalt schlechter ist als Ihre bisherigen Bezüge. Um den nächsten Job bewerben Sie sich dann sowohl mit einem niedrigeren Ist-Gehalt als auch mit einer nicht bestandenen Probezeit. Ein Jobangebot ist nur ein Angebot. Man darf ablehnen. Eine Chance und ein Karriereschritt ist es erst, wenn es zu Ihnen und Ihren Plänen passt. Unterschiede, die Ihnen in den Ihnen schriftlich vorliegenden Angeboten auffallen, notieren Sie in einer Tabelle.

Der direkte Vergleich

Nachdem die Fakten beider Angebote bereits in eine Tabelle eingegangen sind, folgen weitere zu vergleichende Punkte.

  • Welche Faktoren sind Ihnen wichtig?
  • Hier können empfundenes Betriebsklima, Internationalität, Arbeitsort (ist ein Umzug erforderlich – was hält Ihre Familie davon?), Entwicklungs- und Aufstiegschancen eine Rolle spielen. Oder auch, ob Sie im Großraum- oder Einzelbüro arbeiten werden.
  • Welcher Job bietet welche Perspektiven und passt daher wie in Ihre Lebensplanung?
  • Hier können Sie die 10-10-10-Methode anwenden: Wie denken Sie in 10 Tagen / 10 Monaten / 10 Jahren über Ihre Entscheidung? Welche Auswirkungen hat Ihre Entscheidung in 10 Tagen / 10 Monaten / 10 Jahren?
  • Warum wollen Sie diesen Job – warum den anderen? Fragen Sie sich:

--> An welchem Unternehmen sind Sie tatsächlich interessiert?

--> Für welchen Job würden Sie brennen?

--> Oder wollen Sie einfach nur das Meiste (an Geld, Reputation, etc.) für sich herausholen? Reicht Ihnen das?

--> Welcher Job bietet Ihnen welche gestalterische oder inhaltliche Freiheit – und wie wichtig ist Ihnen das?

--> Brauchen Sie neue Herausforderungen? – und wenn ja: Wo finden Sie diese?

--> Wollen Sie mehr lernen? Und wenn ja: Wo kann das gelingen?

--> Ist Ihnen eine Führungsposition wichtig? Und wenn ja: Wo kommen Sie eher dorthin?

--> Setzen Sie auf Sicherheit? – und wenn ja: Welches Unternehmen bietet diese?

  • Was sagt Ihr Bauchgefühl?

Entscheiden Sie sich!

Wichtig ist, überhaupt eine Entscheidung zu treffen. Es wird immer gern das Beispiel von Buridans Esel angeführt, der zwischen zwei saftigen, gleich weit entfernten Weiden stand. Da er sich nicht entscheiden konnte, ist er verhungert. Übertragen auf Ihre Lage bedeutet dies: Wenn Sie sich nicht entscheiden, bekommen Sie keinen der beiden Jobs. Arbeitgeber warten nicht ewig auf Sie.

Setzen Sie Prioritäten, denn nur selten wird ein Angebot all Ihre Wünsche erfüllen. Eine Wahl bedeutet immer, das, was man nicht wählt, nicht zu bekommen. Nach Auswertung einer Checkliste wissen Sie aber, was Sie stattdessen erhalten haben – und dass Ihnen dies mehr wert ist als der Verlust des anderen. Wenn Sie noch immer keine Entscheidung treffen können: erstellen Sie zusätzlich eine Pro- und Kontra-Liste. Und schreiben Sie zudem offene Fragen auf.

Bei der Entscheidung helfen können zudem folgende Strategien:

  • Zweite Meinung einholen. Fragen Sie Menschen die Sie kennen. Schildern Sie die beiden Angebote und Ihre Ansichten. Selbst wenn Ihre Ratgeber nicht genau wissen, was sich hinter einem Job verbirgt: Sie können Sie als Person einschätzen und aus Ihrer Schilderung merken, was die richtige Entscheidung wäre.
  • Zeitlimit setzen. Nachdem Sie sich ausreichend informiert haben, bauen Sie ein bisschen Druck auf. Das hilft beim Denken.
  • Werfen Sie eine Münze – und hören Sie, während die Münze noch in der Luft ist, in sich hinein. Was wünschen Sie sich: Welches Symbol soll oben liegen, wenn die Münze landet?

Es ist übrigens auch erlaubt, ein Angebot nachzuverhandeln. Hier ist allerdings Ehrlichkeit gefragt. Letztendlich ist aber jede Jobwahl nicht endgültig. Haben Sie daher keine Angst vor der Entscheidung. Wenn sie getroffen ist, müssen Sie das andere Angebot so schnell wie möglich absagen. Was bei einer Absage zu beachten ist, lesen Sie in unserem Artikel: Jobangebot absagen: so geht’s.

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